CPL als Provisionsmodell für Affiliate-Marketing

Cost-per-Lead oder kurz CPL ist ein Abrechnungsmodell, um mit Affiliate Marketing über Werbung Geld zu verdienen. Das System ist im Online Marketing recht verbreitet und grenzt sich zu vergleichbaren Modellen wie CPO und CPC ab. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Cost-per-Lead im Kern funktioniert und wann das Provisionsmodell für Webseitenbetreiber geeignet ist.

Funktionsweise von Cost-per-Lead

Ein Kunden-Lead ist in diesem Zusammenhang eine erfolgreiche Vermittlung eines Kunden – also beispielsweise eines Webseitenbesuchers, der an einem Produkt des Advertisers, also das Unternehmen, welches das Produkt verkauft, interessiert ist. Dabei ist CPL ein auf Erfolg basierendes Modell, das Ihnen als Publisher Geld vom Affiliate-Partner überweist, wenn eine erfolgreiche Interaktion zwischen Kunden und Advertiser stattfindet. Da dies sehr abstrakt klingt, hilft uns ein kleines Beispiel beim Verständnis:

  1. Sie betreiben eine Webseite, auf der Sie einen Advertiser als besonders vertrauenswert und preiswert anpreisen. Um Ihre Empfehlung abzurunden, bieten Sie einen Link zum Advertiser an, um sich dort in einen Newsletter eintragen zu lassen.
  2. Der Leser Ihres Artikels klickt auf den Link und wird zum Newsletter weitergeleitet. Über eine spezifische ID im Link weiß Ihr Affiliate-Partner, dass dieser Kunde von Ihnen stammt. Anschließend füllt der Kunde das Formular mit seinen Daten aus und registriert sich für den Newsletter.
  3. Jetzt haben Sie als Publisher einen Kunden-Lead für Ihren Affiliate-Partner generiert: Der Advertiser kennt nun persönliche Daten und E-Mail-Adresse des Kunden und kann darauf weitere Geschäftsbeziehungen aufbauen. Als Belohnung gibt es eine Provision für Sie.

Dies ist das Grundprinzip von Affiliate Marketing, welches sich über CPL finanziert. Der Newsletter diente hierbei nur als Beispiel, es kann sich auch um andere Formen der Interaktion handeln, die als Kunden-Lead gelten, beispielsweise Absenden von Formularen, Registrierung als Kunde und mehr.

Abgrenzung zu nicht-erfolgsbasierten Modellen

Cost-per-Lead ist ein streng erfolgsbasiertes Provisionsmodell. Das heißt, dass es nicht zu einer Auszahlung an Sie kommt, wenn kein Erfolg, also keine Interaktion zwischen Advertiser und dem Webseitenbesucher, vorliegt. Für Advertiser ist dies oftmals ein Vorteil, da nur dann gezahlt wird, wenn auch garantiertes Interesse seitens des Kunden vorliegt. Damit grenzt sich Cost-per-Lead von anderen Modellen ab. Impression-basierte Modelle beispielsweise messen nur, wie häufig Werbung angezeigt wird - ob Leser einer Webseite wirklich daran interessiert sind, geben Ad-Impressions jedoch nicht preis. Advertiser haben damit ein besseres Mittel zur Hand, um wirkliches Interesse an Produkten oder Dienstleistungen zu messen. Es droht außerdem nicht die Gefahr, dass hohe Werbebudgets beinahe wirkungslos verpuffen: Es wird nur gezahlt, wenn Registrierungen, Anmeldungen, Verkäufe & Co. stattfinden

Unterschiede zu CPC und CPO

Sehen wir uns nun zwei weitere, ebenfalls verbreitete Provisionsmodelle im Online-Marketing an. Sie eignen sich zwar auch für Affiliate Marketing, allerdings bauen sie auf anderen Stärken auf:

  • CPC: Cost-per-Click:
    Dieses System wird auch als Pay-per-Click bezeichnet. Sind Sie Publisher, bezahlt Sie Ihr Advertiser immer dann, wenn ein Klick auf Werbung stattfindet, z.B. in Form von Bannern, Pop-ups oder Hyperlinks im Text. Es spielt keine Rolle, ob danach noch weitere Interaktionen mit dem Kunden stattfinden oder nicht. Den Cost-per-Click können Sie auch selbst gut beeinflussen, da beispielsweise Webseiten mit höherer Reichweite oder Seiten mit einer besseren CTR auch zu mehr Geld pro Klick führen.
  • CPO: Cost per Order oder per Sale:
    Hier geht es um konkrete Verkäufe: Sie bekommen vom Advertiser dann eine Provision, wenn Sie den Kunden dazu bringen können, ein Produkt wirklich zu kaufen. Das bedeutet gleichzeitig, dass es sehr wichtig ist, eine hohe Conversion-Rate vorweisen zu können. Je mehr Conversions, desto mehr Verkäufe und folglich desto mehr Geld für Sie. Für Advertiser ist dieses Abrechnungsmodell ebenfalls von Vorteil, da die Werbung praktisch direkt durch Produktverkäufe finanziert wird und ein Betrug irgendeiner Art kaum stattfinden kann. Da es erheblich schwieriger ist, Kunden von einem Kauf zu überzeugen als nur von einem Klick auf einen Link, bekommen Sie auch wesentlich mehr Geld pro abgeschlossenem Verkauf als etwa für einen Klick im CPC-Modell.

Weder CPC noch CPO oder Lead-basierte Systeme sind "besser". Am Ende kommt es ganz darauf an, was Sie machen wollen und wo Sie im Affiliate-Marketing Ihre größten Chancen sehen.

Wie teuer ist die Generierung eines Kunden

Der Cost-per-Lead-Faktor wird durch unterschiedliche Kennzahlen beeinflusst. Kenntnis dieser Zahlen befähigt Sie gleichzeitig dazu, diese zu verbessern, um vom Advertiser am Ende mehr Geld pro geworbenem Kunden verlangen zu können. Einige wichtige Bereiche fallen wie folgt aus:

  • Qualität von Webseiten:
    Internetseiten mit einer höheren Reichweite und einer größeren Anzahl an Stammlesern werden unweigerlich auch mehr Kunden für Ihren Affiliate-Partner generieren. Da mehr Kunden auch zu höheren Gewinnen führen, können Sie den CPL-Wert anheben, wenn Sie populäre Webseiten betreiben. Möchten Sie über dieses Modell mehr Geld verdienen, sollten Sie also daran arbeiten, die Attraktivität Ihrer Seite zu erhöhen – durch SEO, optimierten Content oder Social Media Marketing beispielsweise. Alles, was Ihnen mehr Leser verschafft, sorgt auch für höhere CPL-Sätze
  • Conversion-Raten:
    Jede Conversion vom einfachen Leser zum geworbenen Kunden ergibt eine Provision für Sie. Die Verdopplung von Conversion-Raten ist also direkt auch an eine Verdopplung Ihres Umsatzes geknüpft. Ergo sollten Sie hart daran arbeiten, diese Rate zu erhöhen. Mittel dazu bestehen beispielsweise in der Optimierung von Content, einem mitreißenden, emotionalen Schreibstil anstelle von trockenen Fakten und mehr. Am besten beeinflussen Sie die Conversion-Rate in der Tat durch hochwertigen, authentischen Content, der Ihre Leser von der Interaktion mit dem Advertiser überzeugt. Altmodische Werbesprache und ähnliche Marketingmittel wirken oft eher abschreckend.
  • Optimierung der Werbemenge:
    Finden Sie den Spagat zwischen „echtem“ Content und Werbung. Einerseits müssen Sie Ihren Kunden mit Ihrem Content einen hohen Mehrwert liefern, damit die Leser überhaupt auf der Webseite verweilen. Andererseits brauchen Sie Werbung, um Geld zu verdienen. Je mehr Werbung Sie platzieren, desto wahrscheinlicher wird auch ein Klick auf jene Werbung und damit die Generierung von Kunden-Leads. Ab einer kritischen Schwelle springen Kunden jedoch wieder ab, da Sie einfach zu viel Werbung auf der Webseite platziert haben. Finden Sie somit die goldene Mitte, um so viel Content und Werbung wie möglich zu liefern, ohne Impressions zu verlieren!
  • Auswahl der Branche:
    Wettbewerbsstarke Bereiche geben Ihnen die Möglichkeit, auch einen höheren CPL-Satz zu verlangen. Nischen, in denen viele kleinere Unternehmen ohne großes Werbebudget im Hintergrund stehen, eignen sich dafür eher nicht. Der Markt und das Angebot durch Unternehmen sind einfach zu klein, als dass große Gewinne zu erwarten sind. Steigen Sie hingegen in sehr beliebte Bereiche ein – Finanzen, Versicherungen, Unterhaltung, Sport – gibt es pro generiertem Kunden-Lead zwar mehr Geld, allerdings kann der Wettbewerb auch erdrückend sein. Es gilt somit auch hier, einen möglichst wenig besetzten Markt mit einem großen Wachstumspotenzial zu finden.

Fazit:

Cost-per-Lead ist ein verbreitetes Mittel, um über Affiliate Marketing Geld zu verdienen. Wichtig ist, dass Sie nicht aus den Augen verlieren, wie Sie mehr Kunden-Leads generieren und den Preis positiv beeinflussen können. Dann steht hohen Gewinnen auch mit diesem Modell nichts im Wege.

 

Wie funktioniert Affiliate Marketing?

Was ist ein Advertiser, was ein Publisher? Und was machen Affiliate Netzwerke eigentlich? All die Fragen haben wir in einer kurzen Animation über Affiliate Marketing beantwortet.

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