CTR im Online-Marketing

Beschäftigen Sie sich mit Performance-Marketing und haben gerade den Einstieg gewagt, werden Sie wahrscheinlich schon einmal über die Click-Through-Rate gestolpert sein. Wir möchten Ihnen aufzeigen, was sich hinter dem Begriff verbirgt und warum er eine wichtige Metrik für die Messung des Erfolgs im Online-Marketing darstellt.

Inhalt:

  • Wie ist die Click-Through-Rate?
  • Klickraten im Online-Marketing
  • Welche Klickrate ist "normal"
  • Sinn und Zweck von CTR
  • Korrelation mit CPC
  • Click-Through- und Conversion-Raten - nicht verwechseln!
  • Verbesserung von Click-Through-Raten

Was ist die Click-Through-Rate?

Ein wenig Hilfe bei der Definition gibt es schon, wenn wir den Begriff übersetzen – leicht schwammig etwa als „Durchklick-Rate”. Etwas kompliziert ausgedrückt handelt es sich um das Verhältnis der Klicks durch Webseitenbesucher auf ein Werbemittel im Vergleich zu der Anzahl der Werbeeinblendungen. Um dieses zu konkretisieren, hilft uns folgendes Beispiel:

  • Auf einer Website wird klassische Bannerwerbung geschaltet. Das Banner wird 1.000 Mal eingeblendet.
  • Nicht jede Einblendung (Impression) ist auch gleichzeitig ein Klick. 20 Personen entscheiden sich, das Werbebanner auch wirklich anzuklicken.
  • Am Ende ergibt dies eine CTR von 2%. Denn: 20 Klicks / 1.000 Anzeigen (Impressions) = 0,02 und damit 2%.

Mit anderen Worten: Je mehr Besucher, Stammleser und Kunden mit Werbemitteln durch einen Klick oder das Antippen mit dem Finger auf Smartphones oder Tablets mit Werbemitteln interagieren, desto höher ist auch die CTR dieser Werbeinstrumente. Es ist als Webseitenbetreiber (Publisher) also immer von hohem Interesse, diese Rate so hoch wie möglich zu positionieren. Warum ist das so?

Klickraten im Performance-Marketing?

Affiliate-Marketing basiert immer auf einem bestimmten Provisionsmodell. Webseitenbetreiber bieten einen bestimmten Service oder Informationen an, angereichert durch Produktlinks, von denen am Ende ein Advertiser profitiert. Der Publisher bekommt dafür einen gewissen Geldbetrag als Ausgleich. Wie genau dieses Provisionsmodell aussieht, entscheidet der zuständige Affiliate-Manager und eine Variante ist es, für Mausklicks auf Werbemittel bezahlt zu werden. Die Auswahl an Größe und Art dieser Werbemittel bleibt dabei dem Publisher überlassen, das bereits im Beispiel genutzte Banner könnte auch durch Text-Links ersetzt werden. Am Ende erhält der Publisher jedenfalls Geld durch Klicks auf diese Werbemittel – und je höher die CTR ausfällt, desto umfangreicher fällt die Entlohnung aus.

Welche Klickrate ist "normal"?

Eine pauschale Aussage ist kaum möglich. Da Werbung von den vielen Internetnutzern nicht immer als hilfreich empfunden wird, bewegt sich auch die Anzahl der Personen, die aktiv auf Werbemittel klicken, in einem geringen Bereich. Oftmals reden wir hier über einen Promillebereich, also einen Wert von unter 1%. Als Webseitenbetreiber sollten Sie Werbeinhalt und das Umfeld gut aufeinander abstimmen, dann lassen sich auch höhere Raten von vielleicht bis zu 3% erzielen. Ein Beispiel: Sie empfehlen gute Audiokopfhörer auf Ihrer Webseite und Leser entdecken einen Werbelink zu genau jenen oder ähnlichen Produkten. Diese Leser werden häufiger auf einen Link dieser Art klicken als auf Links zu themenfremden Produkten.

Weiterhin kommt es stark auf die Art und Weise der Werbung an. Beispielsweise können sich Webseitenbetreiber dazu entschließen, bildschirmfüllende Werbung über den eigentlichen Inhalt zu legen, die im ersten Moment für den Leser aber nicht sichtbar ist. Der Leser klickt trotzdem darauf und wird weiterleitet. Zu beachten ist hier, dass es sich in diesem Fall oftmals um Fehlklicks handelt, die dem Advertiser keinen Vorteil bieten, da der Leser nicht am Produkt interessiert ist. Hier sind durch diese Irreführung des Verbrauchers auch deutlich höhere Raten bis in den zweistelligen Bereich möglich.

Sinn und Zweck von CTR

In erster Linie dient die Klickrate dazu, einen Indikator für die Performance bestimmter Werbung zu liefern. Wird in A/B-Tests beispielsweise deutlich, dass Werbemittel A für Produkt x Klickraten von 3% erzielt, aber Werbemittel B nur auf 1% für dasselbe Produkt kommt, lassen sich daraus mehrere Rückschlüsse ziehen, die sofort und auch in der Zukunft wichtig sein werden. Beispielsweise kann der Werbetreibende Werbemittel B augenblicklich einstellen, um Kosten zu sparen und das dafür notwendige Budget anderswo zu investieren. Zusätzlich wird bei einer nachfolgenden Analyse deutlich, warum sich Kunden für Werbemittel A entschieden haben. Diese Erkenntnisse können in zukünftige Werbemittel investiert werden, um einen ähnlichen bzw. noch höheren Erfolg zu erzielen.

Korrelation mit CPC

Eng verbunden mit der Click-Through-Rate ist auch der CPC-Wert – Cost per Click. Hinter CPC steckt ein Abrechnungsmodell, das im Online-Marketing in Verbindung mit Werbung weit verbreitet ist. Ein bekanntes Beispiel ist etwa Google AdWords, das neben Suchergebnissen der Suchmaschine auch Werbung einblendet. Wie teuer diese Werbung für die Werbetreibenden ist, ermittelt der CPC-Wert. Er dient dazu, den Preis für die Bereitstellung von Werbung in Abhängigkeit zur Anzahl der Aufrufe von Werbung zu setzen. Erneut vereinfachen wir diesen etwas abstrakten Satz mit einem kurzen Rechenbeispiel:

  • Auf einer Webseite schalten Sie Werbung in Form eines Banners für einen Preis von 1.000 Euro. Insgesamt klicken Besucher der Webseite 10.000 Mal auf das Banner.
  • Die Formel für die Berechnung des CPC lautet "Kosten/Klickanzahl". So erreichen wir einen Wert von 10 Cent pro Klick (1.000 / 10.000 = 0,1 Euro).

Jeder Klick auf dieses Werbebanner würde am Ende also 10 Cent kosten. Click-Through-Raten und CPC in Verbindung ergeben die Möglichkeit, die Sätze für CPC überhaupt zu definieren.

Click-Through-Raten und Conversion-Raten - nicht verwechseln!

Wir erinnern uns: Die Conversion-Rate gibt an, wie viele potenzielle Interessenten an einem Produkt von einem einfachen Betrachter des Produkts zum Käufer werden. Nehmen wir dazu an, für Werbemittel A haben Sie eine Conversion-Rate von 5% ermittelt. Jeder Zwanzigste, der mit diesem Werbemittel interagiert, kauft also am Ende das beworbene Produkt. Ob Ihre CTR jetzt 1% oder 10% beträgt, ist nicht weiter von Bedeutung. Die Conversion-Rate wird dadurch nicht ansteigen. Indirekt verdienen Sie trotzdem mehr Geld mit der Werbung, da einfach mehr Besucher sie anklicken. Um die Conversion-Rate zu erhöhen, sind jedoch andere Maßnahmen notwendig.

Verbesserung von Click-Through-Raten

Abschließend widmen wir uns einigen Tippsm die Sie implementieren können, um die Klickraten zu steigern:

Split-Testing

A/B-Tests haben wir bereits angesprochen: Probieren Sie unterschiedliche Anzeigen aus und erfahren Sie nach einer Analyse, welche Werbung beim Kunden besser ankommt. Danach lassen Sie die erfolgreichere Anzeigen wieder gegen ein neues Modell antreten. Nach und nach steigern Sie so Ihre CTR-Werte um winzige Prozentpunkte, bis Sie nah am Optimum angekommen sind. Vorweg: Unendliche Steigerungen sind nicht möglich. Versuchen Sie also gar nicht erst, Fantasiewerte von 20% und mehr zu erreichen.

Call-to-Actions

Eine Handlungsaufforderung (auch CTA genannt) kann Leser ebenfalls dazu verleiten, Werbung anzuklicken. „Schlagen Sie jetzt zu“, „Testen Sie unverbindlich“ und mehr kann den einen oder anderen potenziellen Kunden überzeugen und dadurch CTR-Werte und Conversions erhöhen. Hier gilt es, die goldene Mitte zu treffen: Sie machen keine Werbung für Suchmaschinen, sondern Menschen. Ein stetiges CTA-Bombardement könnte also einen negativen Effekt haben.

Natürlich schließen sich diese Maßnahmen nicht aus. Je härter Sie daran arbeiten, die Click-Through-Raten zu verbessern, desto mehr verdienen Sie am Ende. Es lohnt sich also!

Wie funktioniert Affiliate Marketing?

Was ist ein Advertiser, was ein Publisher? Und was machen Affiliate Netzwerke eigentlich? All die Fragen haben wir in einer kurzen Animation über Affiliate Marketing beantwortet.

Registrieren

Publisher

Sie möchten mit Ihrer Webseite Geld verdienen? Hier geht es weiter:

Publisheranmeldung
Advertiser

Sie möchten die Umsätze Ihres Online-Shops steigern? Wir unterstützen Sie dabei:

Advertiservoranmeldung