Im Affiliate-Marketing gibt es verschiedene Provisionssysteme, die alle ihre Berechtigung haben. Webseitenbetreiber fragen sich manchmal, welche Provisionsmodelle den größten Gewinn generieren, doch die Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Die Affiliate -Partner wählen den Auszahlungsmodus entsprechend ihres eigenen Geschäftsmodells, das manchmal von vielen Klicks auf die Werbung profitiert, manchmal aber auch von hochpreisigen Verkäufen an eher wenige Kunden lebt.

Überblick über die einzelnen Provisionsmodelle

Die im Folgenden gelisteten Provisionssysteme werden am häufigsten verwendet. Manche Advertiser setzen auf Mischformen, die gut zu ihrem Geschäft passen. Grundsätzlich lassen sich unterscheiden:

  • Pay per Click (PPC)
  • Pay per Lead (PPL)
  • Pay per View (PPV)
  • Lifetime Vergütung
  • First Cookie Wins
  • Last Cookie Wins

Die PPV-Vergütung ist im Online-Marketing in erster Linie für Branding-Kampagnen relevant.

Pay per Click

Bei diesem im Affiliate-Marketing immer noch recht gängigen Vergütungsmodell erhält der Publisher einen Fixbetrag, wenn ein User und damit potenzieller Kunde auf die Werbemittel klickt. Dadurch gelangt er auf die Website des Merchants. Es ist allerdings zu beachten, dass nicht alle Klicks einen Sale generieren und man daher an den Publisher nur sehr kleine Provisionen im Cent-Bereich (pro Klick) zahlen kann. Dennoch ist dieses Modell in Bereichen sinnvoll, in denen es auf die Masse der Besucher ankommt. Es gibt viele niedrigpreisige Produkte, bei denen einer von hundert Interessenten etwas kauft. Hierfür kann eine PPC-Provision gezahlt werden.

Pay per Lead

Der Lead ist eine qualifizierte Kundenadresse. Wenn der Interessent also Kontaktdaten hinterlässt – z.B. seine E-Mail-Adresse –, die für künftige Werbeaktionen geeignet sind, erhält der Publisher eine Provision. Entscheidend dabei ist, dass vor allem im Privatkundenbereich ein Interessent sein Einverständnis erklären muss, dass er Werbung erhalten möchte. Das schreibt der Gesetzgeber vor. Im Geschäftskundenbereich ist das nicht unbedingt zwingend, hier genügt die Annahme, dass ein potenzieller Kunde höchstwahrscheinlich Interesse an der Werbung haben dürfte. Für die Werbung gegenüber Privatkunden ist aber der Lead auch aus juristischen Gründen wertvoll, daher setzt sich dieses Vergütungsmodell immer mehr durch. Die Kunden können Newsletter abonnieren, sich auf der Homepage des Advertisers registrieren, an Gewinnspielen teilnehmen oder auch einem Beratungstermin zustimmen. Der Finanz- und Versicherungsbereich profitiert beispielsweise sehr davon.

Pay per Sale

Bei dem PPS-Vergütungsmodell erhält der Publisher eine Umsatzprovision. Das lohnt sich bei höherpreisigen Gütern, die allerdings seltener verkauft werden. Theoretisch (und in einigen Fällen auch praktisch) ließe sich natürlich grundsätzlich nur mit dieser Umsatzprovision arbeiten, die im Grunde das fairste Vergütungsmodell für alle Beteiligten darstellt, weil in jedem Fall ganz real ein Geschäft stattgefunden hat. Doch bei sehr häufigen Verkäufen von sehr niedrigpreisigen Produkten ist der Abrechnungsaufwand naturgemäß sehr hoch, weshalb hier häufiger auf PPC gesetzt wird.

Lifetime Vergütung

Die Lifetime Vergütung führt zu fortgesetzten Provisionen an Webseitenbetreiber, weil der Kunde entweder ein teures Produkt in Raten bezahlt oder immer wieder beim entsprechenden Anbieter kauft. Dieses Vergütungsmodell ist im Affiliate-Marketing beliebt, weil es zu einem passiven Einkommen führt. Es kann sich sogar um eine “lebenslange” Vergütung handeln, wenn der Kunde zum Beispiel über Jahrzehnte in eine Versicherung einzahlt. Es gibt viele weitere Bereiche, in denen die Lifetime-Vergütung sehr zweckmäßig ist. Denken wir beispielsweise an Verbrauchsgüter etwa der Kosmetik und Gesundheitspflege wie die Köpfe von elektrischen Zahnbürsten, die immer wieder nachbestellt werden. Für einen einmal vermittelten Kunden, der bei diesem Produkt bleibt, erhält dann der Affiliate bei jedem Nachfolgekauf eine Provision. Natürlich gibt es Abstufungen. Manche Merchants zahlen die Provision nur über ein bis drei Jahre, doch auch das ist als passives Einkommen sehr wertvoll.

Weitere Provisionsmodelle im Online-Marketing

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, eine Provision abzurechnen, die sich aus andersartigen Geschäftsmodellen ergeben. Beim „Pay per Install“ etwa erhält der Publisher eine Provision, wenn der Kunde ein Softwaretool auf seinem Rechner installiert. Der Advertiser muss hierfür die Installationsdatei als Download bereitstellen und bewerben. Hierbei sind vielfach fixe Provisionen im Cent- bis niedrigen Eurobereich üblich. Für den Advertiser sind einerseits die eingesetzten Provisionssysteme bedeutsam für seinen Geschäftserfolg, andererseits auch Größen wie die Conversion-Rate (aus wie vielen Interessenten werden Kunden) oder der TKP. Das ist der Tausender-Kontakt-Preis. Er bezeichnet die Kosten für 1.000 Interessenten, welche die Werbung sehen, die Bezeichnung CPM (Cost per Mille) hat sich hierfür eingebürgert. Auch der durchschnittliche Warenkorb im Onlineshop (Durchschnittsausgaben von Kunden im Onlineshop) ist sehr interessant. Aus solchen Größen ergibt sich eine Berechnungsgrundlage dafür, welches der gängigen Provisionsmodelle zum Geschäft des Advertisers passt und wie hoch die Provision an den Affiliate ausfallen kann, damit der Advertiser noch etwas verdient. Daher sollten sich auch Publisher für diese Faktoren interessieren, sofern ihnen die betreffenden Daten zugänglich sind. Für konkrete Informationen zu Affil.net Vergütungsmodelle klicken sie hier.

Wie erfolgt die Abrechnung der Provisionen?

Die Klicks auf ein Werbemittel sind messbar. Bestimmte Programme stellen fest, von welcher Affiliate-Seite der Besucher kam (z.B. unser Tracking). Dadurch lässt sich dem Publisher seine PPC-Provision automatisch zuordnen. Das Messen der Klicks ist auch die Grundlage für die PPL- und die PPS-Provisionen, auch wenn hierfür die zusätzliche Messung von tatsächlichen Leads und tatsächlichen Verkäufen (inklusive Umsatz) erforderlich ist. Wenn es um eine PPV-Provision geht, müssen die Besucher ermittelt werden, welche die betreffende Webseite aufgerufen haben. Das geschieht durch Cookie-Tracking. Mit diesem technischen Hilfsmittel lassen sich First Cookie Wins / Last Cookie Wins Vergütungen berechnen. Wenn das erste Cookie gewinnt, erhält der Publisher eine Vergütung, zu dem der Nutzer den ersten Kontakt hatte. Noch häufiger zahlen die Merchants für das letzte Cookie, weil der Kunde offenbar beim letzten Kontakt mit der betreffenden Werbung den entscheidenden Kaufimpuls erhielt.

 

Wie funktioniert Affiliate Marketing?

Was ist ein Advertiser, was ein Publisher? Und was machen Affiliate Netzwerke eigentlich? All die Fragen haben wir in einer kurzen Animation über Affiliate Marketing beantwortet.

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